Kräftig daneben gelangt hat das Berliner Büro von Scholz & Friends für einen Werbespot für die bevorstehende Automesse IAA. Da werden Alltagsszenen gezeigt, in welchen Menschen sich (etwas autistisch wirkend) nur mit “Auto, Auto” unterhalten, begrüßen etc…
Der Ansatz ist nachvollziehbar: Man zeigt mit dem Prinzip der Übertreibung wie autoverrückt wir Deutschen sind. Allerdings ist die Wahl der Szenen derart klischeehaft und konstruiert, dass der Spot ins peinliche abdriftet und nur Unverständnis auslöst.
Hier ist der Film:
Kategorie 'WERBUNG ZUM VERGESSEN'
KREATIVER OFFENBARUNGSEID
ZUM PAUL AUF’S KLO
Wenn man mit Werbung tagtäglich zu tun hat, sind Ausrutscher wie dieser hier von “Brise One Touch” zwar erheiternd, gleichzeitig wegen ihrer unglaublichen Konstruiertheit und Sinnlosigkeit, aber auch eine Beleidigung sondergleichen. Es schmerzt einen Plot zu sehen, in welchem ein kleiner Junge die heimische Toilette verschmäht, weil es bei einem gewissen “Paul” (der abgedroschendste Namen überhaupt) auf der Toilette besser riecht. Dieser Spot ist eine Zumutung, aber sehen Sie selbst:
ALLES GLEICH BEI DDB FÜR LIPTON
Eigentlich eine schon oft gesehene Szenerie, ob Nike, Sony, Coke, Diesel oder Ray-Ban, alle haben so einen Spot bereits gedreht. Man nimmt eine Großstadt, viele Straßenschluchten, eine Megahitze und dann zeigt man die Rebellion der Massen. Diesmal ist es DDB für Lipton.
Viel Spass.
MERCEDES UND JVM MACHEN’S KOMPLIZIERT
Richtig gute Werbung funktioniert auf den ersten Blick! Manchmal gibt es auch richtig gute Spots die erst beim zweiten hingucken funktionieren und auch die können großartig sein. Und dann gibt es Werbespots, die schaut man sich ein drittes, ein viertes und sogar fünftes Mal an und gar nichts will einleuchten. Genau solch ein Unikat präsentiert uns diese Woche Jung von Matt mit der neuen GLK TV-Kampagne für Mercedes. Wer die Message errät, bitte einen Kommentar schreiben.
ADIDAS ZUM ABSCHIED VON OLIVER KAHN
Der Titan geht und dazu gibts einen 90 Sekünder von Adidas. Leider ist 180/TBWA Berlin da nicht wirklich etwas großes gelungen. Der Spot kommt wie ein ARDZDFRTL Abschiedsspecial daher, fad, langweilig und lustlos. Für den erfolgreichsten Torhüter der Welt hätte da schon ein bischen mehr drinn sein müssen.
Naja, der Spot soll ja auch nur einmal zum Abschiedsspiel laufen.
FROSTA MACHT GEIL
Als ich diesen Spot von Frosta vor cirka einem Jahr zum ersten Mal sah, dachte ich es handele sich um eine Werbeparodie. Da der Spot aber letzte Woche erneut im Werbeblock auftauchte, frage ich mich was das soll. Da ich aber weder das Briefing, noch die Positionierung der Marke kenne, will ich diesen Spot nicht weiter kommentieren und glaube mal, dass es sich um einen Beitrag für Cannes handelt. Denn wenn das ernst wäre und die Kreativen von Frosta dem Verbraucher vormachen wöllten, dass Convenience Food geil macht, ohh je, dann würde ein Agenturwechsel bald bevorstehen.
SO EIN PECH FÜR DIE LÖFFEL
Sich ernsthaft um den deutschen Löffel sorgen muss man sich seit der neuen Milka Werbung von den Ogilvy Kollegen aus Frankfurt.
Mit dem Satz “Dumm gelaufen für die Löffel” soll der Produkt-USP ‘Mousse au Chocolat nun auch ohne Löffel essen zu können’ dem Verbraucher klar gemacht werden. Ob das mit diesem Spot gelingt?
OHNE STORY VOLLGAS VORAUS!
Trotz des Testimonials Olli Dittrich und des guten Kampagnenclaims (Das kauf ich euch ab) schmiert die Kampagne aufgrund platter und sinnlos konstruierter Stories total ab.
Hier ein Beispiel:

