Das portugiesische Forschungsunternehmen Ynvisible hat eine Technologie entwickelt, die das Anbringen von interaktiven Displays auf Konsumgütern ermöglicht. Die elektrochromen Displays sind transparent. Nach ihrer Aktivierung werden sie durch die Inhalte, die sie darstellen, sichtbar. Sie können in unterschiedlichen Materialien integriert werden und dienen als interaktive Bildschirme. Daher könnte die Technologie vielfältig eingesetzt werden: auf Verpackungen, die mit den Kunden interagieren, in Zeitschriften, die den Leser mit Animationen überraschen, oder auf Tapeten, die zum Spielen einladen.
Kategorie 'TRENDS & INNOVATIONEN'
Etikettierung mit interaktiven Displays
Plakatwand verteilt GranataPet Hundefutter
Die Agenta Werbeagentur hat für den Tierfutterhersteller GranataPet ein Plakat geschaffen, das die Zielgruppe der Hundebesitzer wirkungsvoll anspricht. Unter dem Motto “Check in! Snack out!” wird an die Hunde eine kostenlose Probe verteilt, wenn Herrchen und Frauchen mit Hilfe von Foursquare am Standort des Plakats einchecken. Daraufhin kommt aus einem Futterspender auf Hundehöhe das Trockenfutter der Firma. Durch die Check-ins erzeugen die Tierbesitzer Werbung für die Marke in den mit Foursquare verbundenen sozialen Netzwerken.
Spielezauber mit der Getränkedose
Red Bull hat eine Augmented Reality-Anwendung für das iPhone entwickelt, die den Nutzer in die Lage versetzt, sein eigenes Rennspiel zu erschaffen und zu spielen. Das “Red Bull Augmented Racing” beginnt damit, dass Red Bull-Getränkedosen auf dem Boden in einer bestimmten Reihenfolge aufgestellt und mit Hilfe der mobilen Anwendung von oben fotografiert werden. Die Applikation generiert daraufhin aus der Anordnung der Getränkedosen eine virtuelle Rennstrecke. Anschließend kann das Autorennen auf dem iPhone gestartet und die Rennbahn an das Online-Netzwerk von Red Bull weitergeleitet werden.
Magazin schockt mit personalisiertem Cover
Das britische Magazin “Wired” hat eines seiner Ausgaben dem Verlust der Privatsphäre gewidmet und das Titelthema mit personalisierten Titelblättern veranschaulicht. Ausgewählte Abonnenten und einflussreiche Medienvertreter bekamen die Zeitschrift mit einem auf sie persönlich zugeschnittenen Titelblatt zugeschickt, die private Daten und Informationen enthielten. Die Daten wurden vorab aus unterschiedlichen Quellen wie dem zentralen Wahlregister oder aus verschiedenen sozialen Netzwerken generiert. Darunter Informationen darüber, was derjenige bei eBay kauft und welche Videos seine Kinder auf YouTube posten.

Lynx lässt mit Augmented Reality Engel vom Himmel fallen
Zur Vermarktung des neuen Deodorants Lynx Excite, das englische Pendant zum deutschen Axe, startete das Unternehmen in einer Londoner U-Bahn-Station eine aufmerksamkeitsstarke Kampagne um den unwidersteh-lichen Duft des Deos zu demonstrieren. Reisende werden mit einer versteckten Kamera auf einen Screen im Bahnhof projiziert. Diese zeigen sich äußerst erstaunt, als plötzlich ein Engel direkt neben ihnen vom Himmel fällt, sie ihn aber nur auf der Leinwand sehen können.
Autoverschrottung in der Crush Hour
Die Werbeagentur Ogilvy&Mather Paris hat sich für Europcar eine schockierende Kampagne ausgedacht: Um darauf aufmerksam zu machen, dass es sich auf lange Sicht lohnt, ein Auto zu mieten, statt zu kaufen, wurden in der “Crush Hour” die Autos nichtsahnender Raststättenbesucher heimlich durch Schrottkarren aus der Presse ausgetauscht und mit der Telefonnummer einer lokalen Radiostation versehen. Die Anrufe der aufgebrachten Autobesitzer wurden von einer versteckten Kamera gefilmt und gleichzeitig live im Radio übertragen. Das Debakel wurde nach kurzer Zeit aufgelöst und der Film auf YouTube eingestellt.
Honda verbindet Fernsehwerbung mit Applikation
Honda hat eine interaktive Kampagne für den Honda Jazz entwickelt, die Werbespot und iPhone miteinander verbindet. Während “This Unpredictable Life”, so der Name der Kampagne, auf dem Bildschirm abgespielt wird, fängt der Smartphone-Besitzer schwungvoll Charaktere aus dem Werbespot. Dies ist durch Synchronisation der Geräusche in der Werbung und dem iPhone möglich. Hat der Spieler die Figuren einmal auf seinem Telefon gefangen, geht das Spiel weiter: Durch verschiedene Interaktionen, wie die Figuren singend zum Tanzen zu bringen, bleibt der Spaß auch nach Ablauf der Werbung noch erhalten.
Plattformübergreifende Kampagne mit AR-Inhalten
Um das Modell “Optima” von Kia Motors zu bewerben, hat ExploreEngage mit der mobilen Anwendung “Kia Optima AR” eine augmentierte und plattformübergreifende Werbekampagne realisiert. Die Kampagne lief im Rahmen der Australian Open und erlaubte Anwendern, ein dreidimensionales Modell des Fahrzeugs auf ihrem Smartphone aufzurufen und zu modifizieren. Hierfür musste die Kamera des Telefons lediglich auf das Logo der Automarke gerichtet werden, das während der Live-Übertragungen auf dem Fernsehgerät eingeblendet war. Zudem ergänzten augmentierte Printanzeigen die Kampagne.

