Das Telekommunikationsunternehmen Tunisiana bietet mit der Facebook-Applikation “Tfe2el bel mosta9bel” an, Nachrichten in die Zukunft zu senden. Der Nutzer verfasst zunächst wie gewohnt seine Nachricht und hängt ein Foto, ein Video oder eine Sprachmitteilung an. Dann versendet er seine Botschaft, versehen mit einem in der Zukunft liegenden Datum. Der Empfänger erhält die Botschaft erst an diesem festgelegten Datum per E-Mail – die moderne Variante der Zeitkapsel. Der Dienst wurde vor dem Hintergrund der Unruhen in Tunesien entwickelt.

Kategorie 'TRENDS & INNOVATIONEN'
Mit dem Bieröffner automatisch Freunde einladen
Die Studenten Max Arlestig und Maximilian Gebhardt haben ein beeindruckendes Produkt für Heineken entwickelt. Einen Flaschenöffner, der automatisch eine Eventeinladung an Freunde über Facebook versendet, wenn man mit ihm eine Flasche öffnet. Wie man das ganze dann so einsetzt um den Absatz zu erhöhen erklären die Beiden hier im Video:
Mit Durex in die Verlängerung
Durex hat in Thailand zusammen mit der Agentur McCann Erickson Fußballstadien als Ort entdeckt, um auf ihre neuen „Performa“-Kondome hinzuweisen. Diese Kondome sind mit einem besonderen Gleitmittel versehen, das Männer dabei unterstützt, ihren Höhepunkt länger hinauszuzögern. Um auf diesen Zeitvorteil in einem zielgruppenspezifischen Kontext aufmerksam zu machen, wurde bei Fußballspielen die Anzeigetafel für die Nachspielzeit als Werbefläche genutzt. Sie wurde mit einem Rahmen versehen, der wie eine Kondompackung aussah. Die angezeigte Zeit erhielt in diesem Kontext eine neue Bedeutung.

Applikation erweitert Werbeplakat
Der deutsche Außenwerbespezialist Ströer hat zusammen mit der Firma für Informationstechnik Prisma die Applikation “Vooh!” entwickelt. Mit dieser sollen Werbemittel im öffentlichen Raum virtuell erweitert werden, ohne dass dafür spezielle Codes oder Marker benötigt werden. Nutzer der Applikation können ein Plakat abfotografieren, das anschließend mittels eines speziellen Erkennungsalgorithmus und standortbasierter Daten identifiziert wird. Sind entsprechende Funktionen hinterlegt, wird der Nutzer direkt auf Webseiten, Gewinnspiele oder zusätzliches Bild- oder Videomaterial verwiesen.

Sprinter: Bewerbung mit “Reifen-Druck”
In Zusammenarbeit mit der Hamburger Agentur Lukas Lindemann Rosinski entwarf Mercedes eine etwas andere Werbung für seinen Sprinter. Sie entwickelten den weltweit ersten Reifenbelag, dessen Profil aus Text besteht und somit zum Druck geeignet ist. Ist dieses Profil am Reifen angebracht, kann der Transporter durch Matsch unddanach über weißes Papier fahren, um so einen „Reifen-Druck“ zu erstellen. Personalisierte Bewerbungsanschreiben dieser Art wurden,zusammen mit einem Link zur Webseite der Aktion, an Großunternehmen verschickt. So konnte sich der Sprinter bei einigen dieser Unternehmen vorstellen und in Onlinevideos seine Vorteile zeigen.
Ray-Ban macht augmentiertes Fangenspielen mittels iPhone
Um die kommende Brillenkollektion zu bewerben, hat Ray-Ban mit „Ray-Ban Uncovered“ ein augmentiertes iPhone-Spiel realisiert. Ziel des Spiels ist es, sich einen möglichst hohen Geldbetrag zu sichern. Das Spiel startet mit dem Abfotografieren eines QR-Codes, auf dem ein realer Geldbetrag hinterlegt ist. Anschließend jagen andere Teilnehmer die entsprechende Person, lokalisieren sie mittels der Applikation und nehmen ihr durch einen Schnappschuss die Hälfte des Betrags wieder ab. Jeder Teilnehmer erhält am Spielende den Betrag ausgezahlt, den er sich bis dahin sichern konnte.
Ray-Ban Uncovered from Laszlo Szloboda on Vimeo.
Webseiten in 3D betrachten
Der US-amerikanische Designer Mark Beasley hat ein Javascript-Bookmarklet entwickelt, dass Bilder jeder beliebiger Webseite in Anaglyphenbilder konvertiert, die mit Hilfe einer entsprechenden Brille als 3D-Bilder wahrgenommen werden können. Der Anwender kann das so genannte “333DDD”-Bookmarklet aus Beasleys Blog direkt ins eigene Lesezeichenmenü ziehen. Klickt er darauf, ändert sich das Erscheinungsbild der Seite in eine rot-blaue anaglyphische Darstellung, die mit Anaglyphenbrille in Echtzeit zum 3D-Erlebnis wird.

Rennstrecke innerhalb von Google Street View
Die Moskauer Kreativagentur SmartNewSolutions hat im Zuge des Marktstarts des Rennsimulators “Gran Turismo 5″ einen Banner entwickelt, mit dem Nutzer an einer Rennfahrt teilnehmen können, die durch Google Street View führt. Der Nutzer kann eine der drei angebotenen, originalen Rennstrecken auswählen und innerhalb des Banners losfahren. Er wird dabei von den hochwertigen Bildern aus Google Street View umringt, was ihm eine realistische und detailreiche Ansicht über die Rennstrecke verschafft. Innerhalb des Banners ist es zudem möglich, die Rennstrecke zu verlassen und in den Seitengassen herum zu fahren.
Etikettierung mit interaktiven Displays
Das portugiesische Forschungsunternehmen Ynvisible hat eine Technologie entwickelt, die das Anbringen von interaktiven Displays auf Konsumgütern ermöglicht. Die elektrochromen Displays sind transparent. Nach ihrer Aktivierung werden sie durch die Inhalte, die sie darstellen, sichtbar. Sie können in unterschiedlichen Materialien integriert werden und dienen als interaktive Bildschirme. Daher könnte die Technologie vielfältig eingesetzt werden: auf Verpackungen, die mit den Kunden interagieren, in Zeitschriften, die den Leser mit Animationen überraschen, oder auf Tapeten, die zum Spielen einladen.
Plakatwand verteilt GranataPet Hundefutter
Die Agenta Werbeagentur hat für den Tierfutterhersteller GranataPet ein Plakat geschaffen, das die Zielgruppe der Hundebesitzer wirkungsvoll anspricht. Unter dem Motto “Check in! Snack out!” wird an die Hunde eine kostenlose Probe verteilt, wenn Herrchen und Frauchen mit Hilfe von Foursquare am Standort des Plakats einchecken. Daraufhin kommt aus einem Futterspender auf Hundehöhe das Trockenfutter der Firma. Durch die Check-ins erzeugen die Tierbesitzer Werbung für die Marke in den mit Foursquare verbundenen sozialen Netzwerken.

